Montag, 19. Juli 2021

Dem Kleinen ist schlecht

Armer Konstantin! Gestern Morgen bin ich wie immer aufgestanden; normalerweise füttere ich als erstes die Katzen, bevor ich meinen Kaffee trinke. Ich mache die Tür zu dem Zimmer auf, in dem Konstantin - sprich, der Kleine - in dieser Nacht geschlafen hat. Nanu, was ist das? 

Normalerweise sitzt er bereits ungeduldig auf einem Nachttisch neben der Tür und will raus. Diesmal liegt er in seiner Kuschelhöhle und schaut ermattet heraus. Ich sehe schon, dass er gebrochen hat: Eine Decke ist vollgek..., auch auf dem Boden ist etwas. Während ich es wegputze, erhebt er sich schwach und wankt aus dem Zimmer hin ins Arbeitszimmer. Kasimir, bzw. der Große folgt ihm, worauf Konstantin ihn ordentlich anfaucht.  

Oh weh, ihm scheint wirklich übel zu sein. Vermutlich hat er sich überfuttert und den Magen verdorben. In letzter Zeit frisst er sehr gerne und ist eigentlich nicht mehr "Der Kleine", sondern fast schon größer als Kasimir. Ich kann die zwei nicht mehr so gut auseinanderhalten, weil sein Gesicht nicht mehr so spitz wie früher ist. 

Konstantin legt sich in eine Höhle im Kratzturm, dann auf den Tisch mit Mamis Kuscheldecke. Ich mache die Tür zu und putze erst mal die Wohnung. Wenn man einmal anfängt ... Katzen machen wirklich eine Menge Schmutz. Unter einem Schreibtisch entdecke ich zwei weitere Haufen Erbrochenes. 

An diesem Tag gebe ich ihm nicht so viel futtern und bald ist er wieder der Alte. Zum Glück.            

Konstantin erholt sich von einer üppigen Mahlzeit. 

 

Donnerstag, 8. Juli 2021

Kasimir ist Ohrenzeuge


Letzte Nacht schrie und heulte Kasimir vor dem Haus. Konstantin wachte zuerst davon auf, sprang über mein Bett hin zum Fensterbrett und horchte ins Dunkle. Dann hörte auch ich das laute Miauen. Ich zog den Rollladen hoch, ging auf den Balkon und rief nach Kasimir, der schon wieder verschwunden war. Plötzlich kam er laut klagend über die Straße angerannt. Es war kurz vor vier Uhr. 

Ich holte ihn hoch, fütterte die beiden und legte mich wieder schlafen. Anders als sonst versuchte Kasimir nicht mehr, wieder rauszukommen. Morgens fand ich ihn auf einer Fensterbank, wo er gemütlich lag. Er war deutlich stiller als sonst.

Mittlerweile wusste ich, warum: Auf meinem Handy hatte ich bereits gelesen, dass Kriminelle nachts versucht hatten, den Geldautomaten der Bank eine Straße weiter zu sprengen. Die Uhrzeit deckte sich mit dem Zeitpunkt von Kasimirs Schreien, sprich, er war Ohrenzeuge gewesen.

Foto: Petra

Es ärgert mich, dass diese Verbrecher ohne Rücksicht auf Verluste die Umgebung in Schrecken versetzen. Mein Kater tut mir leid, denn er hatte große Angst. Zumindest ist es diesen Leuten nicht gelungen, den Automaten zu knacken. Ich bin mittags hingegangen, die Polizei war allerdings schon wieder weg, nur ein Wachmann stand noch da.  

Kasimir hat zum Glück kein Trauma erlitten und geht bereits wieder spazieren.   
 

Samstag, 20. März 2021

Cats and Crime

 Meine Autorenfreundin Sigrun hat mir einen Lektüretipp gegeben: Es gibt amerikanische Katzenkrimis, die sehr lustig seien. Sie wusste den Autor nicht mehr, aber Google half uns bei der Suche schnell auf die Sprünge.

Die Autorin heißt Lilian Jackson Brown, die Titel dieser Bestseller-Serie beginnen alle mit "Die Katze, die ...". Held ist ein Siam-Kater namens Koko. Das werde ich mir doch glatt mal merken und sicherlich zu Gemüte führen.    


 

Freitag, 20. November 2020

Die Nachbarin hat einen Hund

Kasimir

 Kasimir ist neulich fast schon draußen gewesen, ich denke, dass es eines Tages hinhaut und er abends ein bisschen spazieren gehen kann.

Nun habe ich mich heute ein wenig gewundert, als mir meine Nachbarin mit einem neuen Hund entgegenkam. Sie hat neulich eindringlich versucht, mir zu raten, die Katzen abzugeben.

Mittlerweile komme ich mit den beiden zurecht, auch, weil mir die Tierarzthelferin Mut gemacht hatte, aber zu diesem Zeitpunkt war ich noch leicht überfordert. Die zwei haben Probleme gemacht, Kasimir mit Aggression, Konstantin mit Stehpinkeln. 

Daher hatte ich die Nachbarin angesprochen, denn ich wusste, dass sie auch eine Katze gehabt hatte. Halb scherzhaft fragte ich sie, ob sie nicht einen der beiden Kater haben wollte, denn sie wohnt im Erdgeschoss. Dort könnte Kasimir wesentlich einfacher raus, als bei mir, die ich im zweiten Stock lebe.

Sie sagte, dass das für sie nicht mehr infrage kommt. Sie wolle keine Katze mehr, denn sie habe einen kleinen Enkel - und was wäre, wenn jener eine Katzenhaarallergie entwickelt. Und dann versuchte sie mir Mut zu machen, kein schlechtes Gewissen zu haben, die beiden abzugeben. Sie hatte viele gute Argumente.

An diesem Tag war ich fast soweit, ich überlegte schon, welches Foto ich in eBay-Kleinanzeigen einstelle usw. Am nächsten Tag dachte ich aber: Das kommt überhaupt nicht in Frage, das kann ich den beiden nicht antun.

Und heute kommt mir die Nachbarin mit einem Hund entgegen. Ich fragte mich, ob sie das schon länger geplant hatte, ob sie Schwierigkeiten mit den beiden Katzen befürchtete und mir deshalb dazu riet, sie abzugeben.

Nein ... natürlich nicht. Sie ist einfach tierlieb.

Freitag, 9. Oktober 2020

Katzen in der Küche


Das sind leider seltene Bilder: Beide Katzen zusammen friedlich an einem Fleck. Eben haben sie sich wieder gezofft. Ich bin morgens früh aufgestanden, habe den beiden sofort ihr Fressen gegeben und es gewagt, kurz ins Bad zu gehen.

Zack, war der Teufel los. Konstantin ist in Kasimirs Zimmer gegangen, was Kasimir nicht recht war. Er vertrieb Konstantin aus dem Raum, worauf der in die Küche ging. Die hat Kasimir neuerdings aber als Lieblingsort auserkoren. 

Und Action!

Kreuz und quer ging es durch die Wohnung, raufend, fauchend, kreischend, beißend und kratzend. Im Flur ein Haufen Haarbüschel. Danke schön. 

Ja, die Küche - die ist momentan ein heiß begehrter Ort. Ich spiele dort mit Kasimir Bällchen, da in allen anderen Räumen zu viele Schlupfwinkel sind, in denen die Teile verschwinden. Außerdem steht dort das neue Kratzmöbel, was beide ziemlich cool finden. Die Küchenschränke sind ebenfalls sehr interessant; Kasimir versucht ständig, die Türen zu knacken, um was auch immer dahinter zu finden. 

Konstantin ist neulich sogar in den Schrank geschlüpft und verschwand in einem Spalt unter dem Herd. Da hatte ich Puls, wie man so schön sagt. Zum Glück kam er nach einer Weile wieder hervor.


Freitag, 25. September 2020

Therapie für zwei "Kumpel"


Wenn ich dieses Bild sehe, das aus dem Juli stammt, bin ich fast verwundert. Es wäre heute undenkbar. Die beiden sind keine guten Kumpel mehr.  

Kasimir greift Konstantin regelmäßig an: Vielleicht, weil Konstantin immer wieder mal rund um die Katzen-Toiletten markiert. Natürlich ist den beiden auch langweilig, denn sie waren Freigänger, leben nun in einer Dreizimmer-Wohnung und trauen sich nicht durchs Treppenhaus.  

Gestern habe ich bei der Tierärztin etwas Interessantes bekommen: Eine Trockenfutterprobe namens Royal Canin, das den Zusatz "Calm" hat. Es soll beruhigen und anscheinend ist es ziemlich lecker. Kasimir und Konstantin fressen es sehr gern. Ich hatte den Eindruck, es hilft. Heute war mittags aber wieder Remmidemmi.   

Außerdem bekommen sie ein Pülverchen, das sich Zylkene nennt. Es hat laut einer sehr engagierten Tierarzthelferin bei ihren beiden Katzen gut gewirkt und soll gegen Angst, Stress und Anspannung helfen. Auch die Katzenpsychologin, die ich angerufen hatte, empfahl es. 

Schauen wir mal ...  

 

Samstag, 22. August 2020

Freitag, 14. August 2020

Kasimir und Konstantin

Meine zwei Raufbolde




Neues zu Konstantin und Kasimir: Zuerst zu der Sache mit dem Gentest, der eventuell ansteht, um nachzuweisen, dass Kasimir nicht "Mogli" ist, wie es ein Nachbar aus Krefeld behauptet hat, der Kasimir chippen ließ. Denn er dachte, er sei seine entlaufene Wohnungskatze Mogli.


Ich hatte beim Tierarzt nach dem Gentest gefragt, es hieß aber, dass das bei Katzen nicht gehe, wenn die DNA der Eltern nicht vorliegt. Warum? Weil Katzen mitunter von unterschiedlichen Katern gedeckt werden und von mehreren Katern gleichzeitig trächtig werden können.

Man schaue sich allerdings diese beiden an - das ist mit Sicherheit ein einziger Vater.     

Im Grunde ist es Quatsch mit dem Test, denn besagter Nachbar sagte mir, dass ihm an dem angeblichen "Mogli" plötzlich das "Matschauge" aufgefallen war - als habe der Kater kürzlich eine "drüber" bekommen. Mein Bruder erzählte mir, dass Kasimir dieses Auge schon hat, seit er klein ist. Meine Mutter habe deshalb Salbe drauf getan. Aber schauen wir mal.  

Ehrlich gesagt beschäftigen mich gerade andere Probleme mit den beiden: Sie prügeln sich. Insbesondere Kasimir, der etwas größer ist, geht auf Konstantin los. Dann wird gejagt, gebissen und  gekrischen, dass ich Angst bekomme. Konstantin ist teilweise eingeschüchtert, aber sie können sich in der Wohnung nur schwer aus dem Weg gehen. Das Thema ist Eifersucht. Sie schmusen beide gern, mögen es aber nicht, wenn der jeweils andere dabei ist.     

Ich bin nun auf die Idee gekommen, die beiden räumlich weitgehend zu trennen. Die Tierärztin meinte, dass man Kater mitunter trennen muss, da sich nicht alle gut verstehen. Es könne sein, dass dies in Krefeld nicht weiter auffiel, da beide Freigänger waren. 

Tagsüber sitze ich nun immer abwechselnd mit einem der beiden in einem Zimmer, was geht, da ich überall Schreibtische habe. Dann hat der eine Kater meine Gesellschaft, der andere solange den Rest der Wohnung. Überzeugt sind die beiden nicht davon, aber ich. Es ist deutlich ruhiger geworden.  

Mittwoch, 5. August 2020

Kasimir, wer bist du?


Die Verwirrung um Kasimir ist nicht wirklich abgeklungen. Der Mann, der ihn chippen und als "Mogli" registrieren hat lassen, hat sich bei Tasso gemeldet und Widerspruch gegen den Halterwechsel eingelegt. Ich war entsetzt. Tasso hat mir empfohlen, mit ihm zu telefonieren - in der Regel ließen sich solche Dinge gütlich klären. 

Nun, gut. Ich habe mich einen Tag lang abgeregt, dann rief ich an. Wie sich herausstellte, handelt es sich um eine Familie, die recht nah am Haus meiner Mutter lebt. Diese Leute sind zum Jahreswechsel 2015/16 dorthin gezogen. Nach einigen Wochen lief ihre Wohnungskatze "Mogli" davon, tauchte angeblich aber ein, zwei Tage später wieder auf. Der Herr fing ihn ein, brachte ihn am nächsten Tag zum Tierarzt und ließ ihn chippen, getreu dem Motto "Mogli ist jetzt Freigänger". Es war der 19.2.2016. Danach lief "Mogli" wieder weg, bzw. die Katze, die er für ihn hielt.

Meine Mutter vermisste ihren Kasimir ab dem 18.2.2016, aber am 20.2.2016 war er wieder da. Dies meldete sie erleichtert in einem Facebook-Eintrag, den ich auf ihrem Profil gefunden habe. Es kann also nur unser Kasimir gewesen sein, der da versehentlich gechippt wurde. 

Eine Freundin empfahl mir einen DNA-Test zu machen, denn Kasimir und Konstantin sind Geschwister. Dann könne man eindeutig nachweisen, dass sie aus demselben Wurf stammen. Laut meiner Tierarztpraxis, die extra bei ihrem Labor gefragt hat, sei es allerdings nicht möglich, solange man nicht die DNA der Elternkatze hat. Ich will am Freitag noch mal nachhaken, wenn ich wieder da bin.  

Der Tierarzt hat mich nämlich ein bisschen verunsichert. Er hält es für merkwürdig, dass der Halter seine eigene Katze nicht erkannt haben könnte. Meine Mutter hingegen konnte schlecht sehen. Außerdem - das sehe ich ebenso - wirkt Kasimir älter als Konstantin. Das Gesicht; er kann weniger gut springen und hüpfen. Mittlerweile denke ich: Was, wenn besagter "Mogli" unseren Kasimir verjagt und unbemerkt seinen Platz eingenommen hat? Und der echte Kasimir heimatlos herumirrt? Denn, wie mir der "Mogli"-Mann sagte, sieht er nach wie vor ab und zu in seiner Überwachungskamera eine schwarze Katze vor seinem Haus, allerdings nur nachts. Er will den Kater nicht zurück, er wollte nur Klarheit. "Hauptsache, der Katze geht es gut", sagte er mir. Klarheit möchte natürlich auch ich, aber es wird vielleicht ein Rätsel bleiben.

Samstag, 1. August 2020

Rätsel um Kasimir



Das hat mich geschockt. Ein mir unbekannter Mann hat Kasimir chippen und auf den Namen "Mogli" bei Tasso eintragen lassen. Dies wurde mir bekannt, da sich nach zwei Tierarztbesuchen herausstellte, dass nur Kasimir gechipt ist. "Vermutlich ist der Chip von Konstantin kaputt", meinte die Tierärztin. Aber es ist ganz anders.

Vorgestern wollte ich mich mit der Chip-Nummer, die die Ärztin ausgelesen hat, als neue Halterin bei Tasso online anmelden. Dabei stelle ich fest, dass Kasimir angeblich "Mogli" heißt und nicht auf meine verstorbene Mutter registriert war.
 
Tags darauf rufe ich bei Tasso an und erfahre, dass die Registrierung im Februar 2016 erfolgte und das Tier am 27.3.2005 geboren sein soll. Unsere Kater kamen im Sommer 2009 zur Welt. Ich habe Veto eingelegt und alle Beweise beigefügt, dass besagtes Tier unser Kater Kasimir ist. Die gibt es, beispielsweise eine optische und charakterliche Beschreibung der beiden Katzenbrüder in einem Blogbeitrag meiner Mutter aus dem Jahr 2009. 
 
Im Facebook-Profil meiner Mutter finde ich gestern einen Eintrag aus dem Februar 2016, wonach sie ihn zwei Tage lang vermisste und sich große Sorgen machte. Plötzlich war er wieder da und sie war sehr erleichtert. In der Zeit, in der er verschwunden war, muss er laut der übereinstimmenden Daten gechipt worden sein. 

Sachen gibt 's!  

Tasso hat die Daten korrigiert und holt nun eine Stellungnahme bei dem Herrn ein, der offenbar nicht mal sehr nah wohnte. Das wäre noch einleuchtend gewesen, ein Nachbar, der mitgefüttert hat und denkt, die Katze gehöre niemandem. Ich bin gespannt, ob der Mann eine Rückmeldung gibt. Vermisst gemeldet hat er seinen angeblichen "Mogli" jedenfalls nicht. 


Mittwoch, 29. Juli 2020

Montag, 27. Juli 2020

Trauer um Mami

 Am Montag, 27.07.2020 (11 Uhr) wurde Mami beigesetzt.




Sonntag, 26. Juli 2020

Die Katzen leben sich ein


Konstantin und Kasimir (Foto: Petra Ihm-Fahle)

Mittlerweile haben sich Konstantin und Kasimir ein bisschen in Bad Nauheim eingewöhnt. Beide waren mittlerweile beim Tierarzt, einzeln, da ich sie gemeinsam nicht einfangen kann. Für Kasimir habe ich extra einen größeren Transportkorb gekauft und das hat gut geklappt. Als die Tierärztin Konstantin untersuchte, meinte sie, er sei nicht gechipt, was mich sehr wunderte. Kasimir ist es allerdings, womit der Chip bei Konstantin vielleicht kaputt ist. 

Der nächste Tierarztbesuch wird es an den Tag bringen. Allzu lange dürfte es nicht dauern, denn die beiden wollen ja raus und brauchen noch eine Auffrischung der Tollwut-Impfung. Insbesondere Konstantin, der kleinere der beiden Kater, miaut abends sehr vorwurfsvoll, damit ich ihn rauslasse. Aber noch geht es nicht, sie sind noch nicht ausreichend genug an ihr neues Zuhause gewöhnt. 

Beide schmusen sehr gern und lassen sich mit der neuen Bürste bürsten. Besonders Kasimir haart sehr. Auf dem Foto sieht man sie mit einem neuen Spielzeug, das ich gestern bei Fressnapf gekauft habe. Ein großer Erfolg - sie mögen es sehr.

Was ich für die Katzen in den vier Wochen schon alles angeschafft und ausgegeben habe, ist enorm. Einen Kratzbaum, zwei Transportkörbe, Spielzeug, Feliway (ein natürliches Anti-Stress-Spray für den Transport), Keramikteller,  einen Katzentrinkbrunnen, Spielsachen, jede Menge Futter und Katzenstreu. Hinzu kommen die Tierarzt-Rechnungen. Was mir noch fehlt, ist eventuell ein Katzenbuggy, um sie draußen mit der Umgebung vertraut zu machen. Außerdem will ich die Balkone einnetzen, was allerdings erst die Hausgemeinschaft genehmigen muss. 

Natürlich habe ich auch schon probiert, sie auf Anraten vieler Katzenexpert/innen an hochwertiges Futter zu gewöhnen, aber das lehnen sie ab. 

Wie der Herr, so's Gscherr. 
     

Mittwoch, 15. Juli 2020

Beim Tierarzt


In diesem Körbchen sitzt der arme Konstantin und miaut ganz schrecklich. Schauplatz ist die Tierärztin in Bad Nauheim, wo ich heute einen Termin mit den beiden Katern hatte. Ich war schon etwas nervös, ob es mir gelänge, beide hin zu befördern. Und siehe da, es klappte nur mit Konstantin, während Kasimir angesichts Konstantins Maunzen den Braten roch und sich unter dem Bett versteckte.

Schon bewundernswert, wie liebevoll und geschickt die Tierärztin und ihre Helferin mit den widerstrebenden Vierbeinern umgehen. Konstantin wurde gewogen (5,5 kg), gegen die Katzenseuche geimpft, erhielt außerdem ein Mittel gegen Zecken und Flöhe sowie eine Tablette zum Entwurmen. Und überdies schnitt man ihm die Krallen.   

Damit ich die beiden aus dem Haus lassen kann, müssen sie auch gegen Tollwut geimpft werden. 

Also, es ist noch einiges zu tun. Nächste Woche hat Kasimir seinen Termin; ich muss mal sehen, ob ich für ihn einen größeren Transportbehälter brauche. Ich liebäugele mit einem Katzen-Buggy, den ich beim "Fressnapf" gesehen habe, aber wahrscheinlich ist das überflüssig. Ich schaue ihn auf jeden Fall mal an.  

Sonntag, 12. Juli 2020

In Trauer

Am Freitag, 26. Juni 2020 ist Klara, in Wahrheit heißt sie Gabriele, mit 85 Jahren leider gestorben. Sie hatte zuvor, am 11. Mai, einen Tag nach Muttertag, einen Schlaganfall erlitten. Am Freitag, 10. Juli haben wir die Trauerfeier begangen. Wir sind alle sehr traurig.    

Foto: Petra Ihm-Fahle


Freitag, 8. November 2019

55 Jahre später

Bella ist mittlerweile von ihrer Lego-Wolke herunter gekommen und als Globetrotterin erlebt sie z. Zt. Abenteuer in Südostasien. Fränzi sitzt nicht mehr im Regal und gilt gemeinhin als Sportskanone und Anna ist Journalistin und Autorin geworden. Irgendwie passt das alles. 

Was mich aber immer wieder zum Schmunzeln bringt, ist, dass Fränzi - ich kann mich gut erinnern, ich war dabei - in schwindelerregender Höhe im Regal hockt und sich der Aussicht erfreut. Allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass ich Angst vor Schelte hatte. Aber es nützte nichts, Fränzi kam alleine nicht mehr herunter. Das Regal stand später, als wir unseren Standort nach Deutschland verlegt hatten, in der Küche und unser Brotkasten stand etwa in Höhe der Aussichtsplattform und für jedermann bequem zu erreichten. Nur mal so, um sich eine Vorstellung davon zu machen, wie unglaublich hoch Fränzi geklettert war. Mit Hütchen und Handtasche. 

Irgendwie hatten wir es mit Höhe. Auf dem Kleiderschrank in Ranco standen je ein Pfeffer- und ein Salzstreuer und jeden Abend wurden die Kinder auf den Schrank gehoben, durften dort eine Weile Platz nehmen und Pfeffer und Salz bewundern. Welch eine abenteuerliche Kindheit.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Weiter geht's...

denn heute habe ich bereits am frühen Morgen großes Glück gehabt, bereits recht früh nach dem Öffnen des Fensters verfing ich mich in den Wirren meiner Kabel mit dem rechten Fuß, überquerte im Sturzflug den Hocker am Computer, rammte den kleinen Cakestand am Bett, auf dem ausnahmsweise kein Getränk stand,  realisierte recht hilflos, was sich da abspielte und warf mich zu Boden gehend auf das Bett. Lediglich der Fuß hat es nicht ganz schmerzfrei überstanden, aber es ging sofort weiter, denn Handwerker und Freundin waren da.

Jetzt sind die Schandflecken, die die Katzen an den Tapeten hinterlassen haben, überklebt, hoffentlich stürzen sie sich nicht von neuem auf die Wände.

Und Glück Nummer zwei: ich habe Küchenschränke gemacht, nicht alle, allerdings. Aber schön!!!

Dabei fällt mir ein, dass ich einst in Buchenau den Besuch der Großeltern mit den Verwandten Tante Hildegard und Onkel Walter erwartete. Das einstige Spielboard vom Lago Maggiore war in Buchenau umfunktioniert zum Küchenregal, mit ganz vielen Fächern von einer Wand zur anderen und vom Boden bis zur Decke. Also: angesichts des anstehenden Verwandtenbesuchs war es mir darum zu tun, einen guten Eindruck zu entbieten und vorher für Ordnung zu sorgen. In diesem Regal befanden sich übrigens unten linke Mitte jahrelang drei große Büchsen polnische Gans, die ich anlässlich des Sieben-Tage-Krieges eingelagert hatte, als mich die Panik überkam, wir könnten möglicherweise verhungern. Wenn wir nicht von dort fortgezogen wären, stünden sie sicher noch heute da. Im Geiste kann ich sie noch greifen. Aber zurück zum Aufräumen des Küchenregals, es wurde so hübsch und ansehnlich. Jedoch Tante Hildegard bemerkte beim Rundgang durchs Haus, dass es sich hier eindeutig um eine neue Ordnung handele. Und ebenso schön sind in meiner jetzigen Küche jetzt einige Fächer und ich bin erschöpft.

Aber zurück zum  Spielregal im Kinderzimmer in Ranco, Blick auf den Lago Maggiore, ist folgendes zu berichten. Anna und Fränzi (Bella auf der Legowolke) spielten in ihrem Zimmer (damals war das so). Sie besaßen jede ein rotes Hütchen gegen die Sonne. Und so fanden wir Fränzi nach einiger Zeit vor: geduldig in einem der oberen Fächer sitzend, Hütchen auf dem Kopf, Handtäschchen am Arm. Und wollte eigentlich sehr gerne wieder festen Boden unter den Füßen wissen. Auf die Frage, warum sie nicht um Hilfe gerufen  hätten, antwortete Anna, dass das unmöglich gewesen sei, da die Eltern ja Besuch hatten....

Unsere Erziehungsmethoden wären heute kaum praktikabel, meint Klara und findet es schade, dass sie es nicht besser gewusst hat.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Gehört das in die Familienchronik....

Chronik ist ja eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für meine Geschichten, denn chronologisch unterstellt meines Wissens die Darstellung eines recht genauen  zeitlichen Ablaufes in der Berichterstattung. 

Und so ging es mir auch heute morgen wieder, zeitlich ließ sich aber auch überhaupt nichts einordnen. Überflüssigerweise früh aufgestanden, weil ich der Meinung war, es käme der Elektriker um die 47 defekten Lämpchen am Sternenhimmel zu ersetzen. Aber er hat sich nicht gezeigt. Statt Aufräumen, Bett machen, Reste der Katzenkämpfe zu beseitigen, hat es mich an den Schreibtisch gezogen, und ich konnte folgendes erledigen:

Bella und Fränzi gelesen, Annas schönes Bild noch einmal betrachtet, sie fotografiert so schön. Fränzi hingegen schildert ihre Erlebnisse beim Nachkochen von J.O. sehr amüsant, präzis und nachahmenswert, wohingegen Bella - zurück aus Rom - wieder köstliche Einblicke in das Leben im Hause Mahlzahn gewährt. Auch Fränzis Sprüche allmorgendlich lese ich immer gerne. So fühle ich mich mit allen meinen Töchtern verbunden, Tom kann man ab und an bei facebook erspähen. Er muss an seinem Stil noch etwas tun. Doch über ein Lebenszeichen bin ich immer wieder froh. Und Rickchen schickt auch öfters lustige e-Karten, über die ich mich freue.

Und dann erledigte ich folgendes: Ich habe mit dem Friedhofsamt telefoniert, in Wiesbaden, da wo unsere Familie ruht und erfahren, dass ich noch ein Jahr Zeit habe mich zu entscheiden, vorausgesetzt mir passiert nichts bis dahin, das Grab noch für 5 weitere Jahre zu verlängern, falls mir bis dahin immer noch nichts passiert ist, verfällt das Grab. wenn mir aber in der Zeit etwas zustößt, können wir alle dort bleiben, und zwar für weitere 20 Jahre. Also kann man, ohne pietätlos zu sein, das Grab aufgeben.  Wir alle sind in diesem Fall die Großeltern, die Urgroßeltern und ich. Weil man es ja eh nicht für die Ewigkeit behalten kann, was ich bisher immer geglaubt hatte. Und das war jetzt sehr wichtig, es hat mir lange auf der Seele gelegen, hier Klarheit zu haben.

Und nun muss ich endlich aufräumen und putzen, das ganze Haus ist voller ausgerissener Katzenhaare, weil die Ratten sich so geprügelt haben, bei ihrer wilden Jagd haben sie meinen Fotoapparat zu Boden gefegt, der funktioniert zum Glück noch. 

Und vorher gebe ich gerne noch eine Kostprobe meines gestrigen Schaffens: unserer Verwandten Pieps habe ich ein Kleidchen gestrickt, damit sie im Winter nicht so friert. Ihre Base Nili hat es  einmal angezogen. 





Ich fände es nett, wenn die Pieps am Wochenende vorbei käme und es hier anprobierte, damit ich endlich ihre genauen Maße weiß. Übrigens ich stelle fest, nicht nur die consecutio temporum bereitet mir Schwierigkeiten, auch die neudeutsche Schreibweise der verschiedenen Möglichkeiten, mit dem "S" beziehungsweise dem Doppel-S umzugehen. 

Es grüßt Klara

Montag, 11. Oktober 2010

Gute Reise, schöne Rose....

leierte ununterbrochen das Kinderkarussell, auf dem Bella stundenlang vor dem Bierzelt ihre Runden drehte, während die älteren Schwestern und der Vater unterwegs waren, vielleicht im Zelt??? Denn es war Grenzgang. Das bedeutet folgendes: im schönen Ort Buchenau wurden nach alter Tradition alle sieben Jahre mit einem Festzug die Grenzsteine kontrolliert. Und da der liebevolle Vater und Ehemann mittlerweile Schützenkönig des Ortes geworden war, feierten wir alle mit. Frauen und Kinder marschierten einen relativ kurzen Weg, jubelten ihren Männern zu, wenn sie auf den Zug trafen, der sich entlang der Ortsgrenzen bewegte. Nach vollbrachter Tat traf man sich im Festzelt und feierte ein paar Tage lang. Abends stellte sich heraus, daß Bella kaum noch sitzen konnte. Das Pferdchen, auf dem sie unermüdlich geritten war, hatte wohl einen etwas harten Sattel. Vier Jahre war sie damals alt..... und morgen fährt sie nach Rom. Dazu wünscht ihr Klara gutes Gelingen und schickt einen lieben Gruß mit auf die Reise.


Klara